So ganz bin ich nicht fertig geworden, auch wäre ich am liebsten einen Tag früher fertig geworden, da so unser Besuch einmal ums Haus laufen musste, aber egal. Ich dachte nämlich das Schlimmste hinter mir zu haben, aber weit gefehlt. Die Rohre vom Fallrohr zum Hauskanal waren mit Beton ineinander vergossen, so das ich größte Sorgfalt walten lassen musste um nicht den Hauskanal zu zerstören. Hier ein Stück vom Fallrohr abwärts:
Hier der Hauskanal und bevor jemand das falsche denkt, das ist das ehemalige Dichtmaterial welches da schwimmt:
Die Rohre des Hauskanals haben eine Weite von 160, die anderen Rohre allerdings 110 so das ich reduzieren musste. In diesen Bild sieht man ein Reduzierstück von 160 auf 125. Das Reduzierstück passte nicht, wie mir ein Test mit einen alten Rohr zeigte. Bei einen vorsichtigen Einbauversuch sprengte es die Muffe, etwas was mir am Hauskanal unter keinen Umständen passieren durfe. Also habe ich mit einen Bandschleifer das Reduzierstück so lange abgeschliffen bis es sich mit leichten Druck einsetzen liess. In dieses Reduzierstück wurde ein Reduzierrohr von 125 auf 110 eingesetzt.
Leider habe ich im Arbeitswahn vergessen das komplette Rohr vom Überlauf der Zisterne zum Hauskanal zu fotografieren, daher nur ein reichlich nichtsagendes Bild vom äusseren Überlaufrohr:
Kommen wir daher zum Zulauf. Hier das Stück vom Fallrohr in Richtung Zisterne. Die Verbindung ans Fallrohr wollte mir einfach nicht gelingen, ist also noch ein Provisorium:
Das Stück zur Zisterne hin:
Der Zulauf von Innen:
Die interne Rohrverbindung zum Grobfilter:
Der Grobfilter. Wie man sieht ist der Zulauf rechts etwas höher als der Ablauf. Er funktioniert nach dem Prinzip der schiefen Ebene. Grober Dreck bleibt auf dem Filter liegen und wird mit in den Kanal gespült:
Der Grobfilter von Oben mit Filtereinsatz:
Das vorgefilterte Wasser fliesst nach unten in die Zulaufberuhigung. Es drückt das Wasser nach oben weg um das Aufspülen der Bodensedimentschicht zu verhindern:
Am Grobfilter ist der Siphon angeschlossen. Er bestimmt die Wasserhöhe in der Zisterne. Steigt das Wasser links über den Rand fliesst es in den Überlauf. Zudem verhindert ein Einsatz das Getier aus den Kanal in der Zisterne baden kann und das kein Geruch vom Kanal aufsteigen kann:
Und wie kommt das Wasser wieder raus? Nun, der schwimmende Ansaug Feinfilter (Saff) sorgt dafür. Durch die Plastikkugel schwimmt der Ansaugkorb immer kurz unter der Wasseroberfläche und saugt somit immer das sauberste Wasser an. Der Filter hat eine Maschenweite von 0,8 mm, ein Rückschlagventil verhindert das angesaugtes Wasser wieder zurückfliesst. Der Saff ist mit einen Band an der Decke befestigt, so das er bei ca. 30cm über den Boden der Zisterne kein Wasser mehr ansaugt:
Im Moment plane ich nur den Garten zu bewässern, da eine Nutzung im Haus dort umfangreiche Baumassnahmen (Leitungswasser und Brauchwasser dürfen nicht vermischt werden) nach sich ziehen würde und ich davon erst einmal die Nase voll habe. Somit reicht die einfachste Ausführung. Vielleicht hänge ich da noch eine Schwengelpumpe ran:
Ach ja, der Schlauch war extrem billig. Die Dame an der Kasse hatte vergessen den Grundpreis mit dem Meterpreis zu multiplizieren. Da hiess es nur schnell weg.
Nachdem der ganze Kram soweit fertig war musste erstmal Pause gemacht werden:
Also auf ans Zuschütten. Zusammen mit Meike war das auch fix gemacht:
Wenn ich eines nicht mag, dann ist es Platten verlegen. Die größte Sklavenarbeit die ich mir vorstellen kann:
Fast fertig also. Wie gesagt es fehlt jetzt noch ein neues Fallrohr, der Anschluss an den Zulauf, zuschütten und ca. 5 Platten verlegen. Gestern abend waren wir dann wie gerädert, aber irgendwie schön es dann für sich abschließen zu können.



























13 August 2007 at 22:42
Herzlichen Glückwunsch! Gefällt mir gut. Falls Du noch Urlaub hast, kannst Du Direkt mit unserer ehemaligen Jauchegrube weitermachen. ;-)
14 August 2007 at 11:40
und wie wird verhindert, das das wasser faulig wird, weil es zu lange steht? ich erinnere mich an einen großen regenwassertank bei meinen eltern, da ist das wetter trotz grobfilter recht oft “umgekippt” und war nicht mehr so angenehm.
14 August 2007 at 12:16
Echt geil. Super, so ein Erholungsurlaub. Mal was anderes, als immer nur am Schreibtisch zu sitzen… ;-))
Wie lange brauchtest Du denn, um die Kenntnisse über Zulaufberuhigungen, Grob- Fein und schwimmende Ansaugfeinfilter, usw. zu erhalten? Oder biste so ein Naturtalent? Soweit ich mich erinnern kann, gehört das nicht zum Schulunterricht… :-))
14 August 2007 at 19:11
@martin: Meinen Stundensatz kannst Du gerne per Email erfragen :)
@kiesow: Zum Umkippen braucht man meiner Meinung nach Licht und Wärme, beides ist bei mir nicht gegeben. Aber sicher sein kann ich mir da auch nicht.
@Michael: Ein paar Abende mit Suchmaschinen spielen und dann geht das schon.
15 August 2007 at 08:01
Na Respekt… :-)
Äh – sach mal: nimmst du noch “Aufträge” entgegen? Wenn Du jetzt schon vom Compi-Schreck auf Häuser-Schreck umgesattelt bist, hätte ich da noch was:
- meinen Garten (da muss mal “Grund rein” :-)
- die Treppe zu meinem Eingang (neue Treppenstufen)
- der Eingangsbereich (neue Fliesen)
- meinen Balkon (auch neuer Bodenbelag nötig)
- der Keller (och, so ein paar Umbauarbeiten schaden da auch nicht)
…
Wann kannst Du kommen? ;-)
Gruß, Holgi
16 August 2007 at 19:47
@Holgi: Nein, ich bin die nächsten 20 Jahre ausgebucht ;-)
17 August 2007 at 10:03
Das denkst Du …. *flööööt* ;)
18 August 2007 at 21:56
Ich habe das Thema Umbau/Renovierung hoffentlich für die nächsten 20 Jahre abgeschloßen… Falls du etwas Mitleid für diese undankbaren Arbeiten erwarten solltest – meines hast du ;-)
20 August 2007 at 18:20
huhu!
ja, ich lese hier tatsächlich mit, und fühle mich nun genötigt zu kommentieren :)
ausserdem durfte ich heute den deckel der zisterne bestaunen. sieht gut aus *grins*
Abraxa