Oracle kauft also Sun. Euphorie kommt bei mir deswegen nicht auf. Ich denke Oracle vertritt zuallererst handfeste eigene Intressen. Man stelle sich vor IBM hätte zugeschlagen. Oracle wäre in eine größere Abhängigkeit geraten als es ihnen lieb sein könnte. Java in der Hand eines, in vielen Bereichen, direkten Konkurrenten und auch beim Big Iron für all die eigene Software wäre es an Auswahl eng geworden.
Aus dieser Sicht macht es auch Sinn, das sich Oracle für Hardware intressiert. Ob es allerdings in der heutigen Breite sein wird, wage ich zu bezweifeln. Total falsch am Platz finde ich Allmachts-Fantasien wonach Oracle Linux zu gunsten von Solaris fallen lassen würde. Oracle hat viel Geld in Linux investiert und es hat sich ausgezahlt, ob Solaris das auch kann wird sich zeigen müssen. Auch ob Oracle Hardware verkaufen kann, Sun konnte es zuletzt nicht so wirklich.
Und MySQL? Nun, ich denke da hat man eine bald leere Firma und einen Markennamen gekauft. Für die Software Mysql wäre es, aus meiner Sicht, das Beste sie zu forken und z.B. unter den Dach der Apache Foundation weiterzuführen.
Continue reading...20 März 2009
Vielleicht sehen wir dann OpenSolaris auf der PS3. Ein intressanter Gedanke :)
Continue reading...18 Februar 2008
Der Schockwellenreiter berichtet vom Ausfall von Amazon S3, einen Webdienst wo man für Geld Daten speichern kann. Golem schiebt den Datenverlust hinterher und Digg macht gleich schön reisserisch den most reliable Web Service draus.
Nunja, es waren 30 Minuten. Nicht die Welt und würde ich jetzt sagen, das liegt im Nachkommata-Bereich. Aber es soll ja Leute geben für die ist S3 das Ende allen lokalen Speichers. Wozu selbst Festplatten drehen lassen, wenn andere das sowieso tun? Wer so denkt sollte nochmal die SLA von S3 lesen. Weh tun die Amazon nicht, denn man kann nur max. 25% seines Geld wiederbekommen. Das ist per se nicht schlimm, ordnet S3 für mich aber an die richtige Stelle: als Speicher für unwichtige Daten auf die man nicht fortwährend Zugriff benötigt.
Aber vielleicht ist das ja auch die Zukunft: Man bedient sich einer Reihe von Web Diensten, strickt aber seinen eigenen Dienst so, das er mit einer Nicht-Verfügbarkeit fertig wird.
Continue reading...2 Februar 2008
Ich hatte da gerade ein Bild vor Augen, als ich hörte das Microsoft Yahoo kaufen will: Jerry Wang (Gründer von Yahoo) steht am Bug eines Schiffes mit Namen Microhooft. Von hinten kommt leise Steve Ballmer, er umarmt Jerry und nimmt seine Arme hoch. Beide stehen für einen Augenblick innig ineinander verschlugen, als es einen Schlag tut. Aus den Augenwinkel können beide noch einen Eisberg sehen, den sie gerammt haben. Schemenhaft sehen sie darauf zwei Pinguine, der irgendwie ausschauen wie Larry Page und Sergej Brin. Im weiteren Verlauf sieht man die Microhooft in kleine Teile zerbrechen und langsam untergehen…
Continue reading...1 Oktober 2007
Ich liebe die TV-Sendung Rach, der Restauranttester, in der der Koch Christian Rach Restaurants bei Problemen hilft. Er hat eine Woche Zeit, um den Laden wieder auf Vordermann zu bringen. Zeit in der er die Lage analysieren, Vorschläge für Veränderungen erarbeitet und sie auch noch umsetzt. Im Prinzip also angewandtes Projekt- und Krisenmanagement, aber sehr Unterhaltsam und die Form ist, wie ich finde, austauschbar.
Aus meiner Zeit in vorherigen Firmen weiss ich wie es in vielen EDV-Abteilungen aussieht. Chaos ist an der Tagesordnung. Überforderte Chefs, planlose Mitarbeiter, niemand möchte Entscheidungen treffen oder gar dafür gerade stehen, ganz wie beim Herrn Rach. Man könnte also seine Sendung auf die IT-Abteilungen dieser Welt anwenden und viele Glücklich machen. In etwa so:
Natürlich müsste ich dann nach ein paar Wochen unangemeldet auftauchen. ‘Ja, Outlook war ein Volltreffer und mit dem neuen Web 2.0 Portal sind wir ganz vorne dabei’, sagt der IT-Leiter. ‘Und wo ist der Herr Sowieso?’ höre ich mich fragen, ‘Ach, der ist mit der neuen Zeit nicht mitgekommen’.
Continue reading...30 Mai 2007
Vor etwa 4 Monaten schrieb Martin vom Binblog über Wasserzeichen statt DRM in MP3-Downloads:
Wasserzeichen werden ganz neue Möglichkeiten für Klagewellen gegen Endverbraucher ermöglichen. Findet man irgendwo eine MP3-Datei, muß man nur prüfen, wer sie ursprünglich gekauft hat. Alles ohne richterliche Anordnungen und gespeicherte ISP-Daten. Eine ganz neue Qualität der Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen: Wer seine MP3-Datei an dritte weitergibt, verstößt gegen die Lizenz. Er kann über das Wasserzeichen unmittelbar ermittelt werden und darf sich warm anziehen, denn die Musikindustrie wird ihn um Haus und Hof klagen. Und das alles nur, weil er einmal eine Musikdatei in die falschen Hände gegeben hat.
Apple hat die Zeichen der Zeit erkannt und gleich Nägel mit Köpfen gemacht, denn in den neuen DRM-freien Musikstücken ist der iTunes-Benutzername enthalten. Prophet zu sein ist manchmal bestimmt kein Spaß.
Continue reading...2 April 2007
Kann es sein das Microsoft ziemlich ins Klo gegriffen hat, indem sie sich mit der Musik- und Movie-Mafia ins Bett gelegt haben? Sie haben ihr neues Betriebssystem Vista und den Zune MP3-Player auf Wunsch komplett verkrüppelt. Der Zune liegt wie Blei in den Regalen (aktuell Platz 69 in den Amerikanischen Amazon-Verkaufscharts) und der ganze HD-Foo ist kurz nach erscheinen ausgehebelt worden.
Ich würde sagen sie haben viel Geld versenkt, weil sie zu gierig wurden. Gierig darauf neue Monopole zu schaffen anstatt den Kunden gute Produkte zu bieten. Dabei hätte gerade Microsoft es schaffen können DRM mit all seinen Wirren für den Kunden zu verhindern, indem sie einfach Nein gesagt hätten. Nun spielt Steve Jobs mal wieder den Helden und lässt Microsoft ganz alt aussehen. Geschieht ihnen ganz Recht!
Continue reading...10 März 2007
Der Deutschland-Chef von Sun, Marcel Schneider, gibt der Computerwoche ein Interview. Neben den ganzen Marketing-Gerede offenbart sich, das er nur rudimentäre Kenntnisse von Linux besitzt:
Solaris ist das beste Linux.
Dazu fehlt Solaris die LSB-Zertifizierung, die Solaris Zweifelsohne gut stehen würde um das Pfad-Wirrwarr zu beenden und damit das ‘wo finde ich was’ Suchspiel ein Ende hat. Man-Pages wie für rm in denen vier verschiedene Varianten beschrieben sind haben dann hoffentlich ein Ende. Das hat zwar wenig mit dem Linux-Kernel an sich zu tun, aber der Solaris-Kernel hat auch nichts mit Linux zu tun.
Ich sehe nicht Linux, sondern Red Hat als Konkurrenz zu Solaris.
Red Hat ist eine Konkurrenz für Sun, Linux aber nicht für Solaris. Die Beweggründe dahinter (Build to work, Build for sale) sind zu Unterschiedlich.
Unser Vorteil sind aber beispielsweise die Möglichkeiten zur Konsolidierung. So läuft auf einer Sparc-Maschine das gleiche Solaris wie auf einem x64-Rechner von IBM. Es ist der gleiche Code, nur anders kompiliert.
Äh, Linux unterstützt zur Zeit 24 Architekturen, Debian Linux davon 11 – das nennt sich Homogenität.
Anwender müssten sich zudem nicht um viele unterschiedliche Versionen des Betriebssystems kümmern. Mit den verschiedenen Linux-Derivaten züchten sich die Anwender einen regelrechten Zoo an Betriebssystemen heran. Diese Gefahr besteht bei Sun nicht.
Anwender haben bereits einen Zoo von Betriebsystemen, weil Hersteller propietärer Soft- und Hardware das so wollen. Jeder kocht sein eigenes Süppchen und hält sich andere durch Support-Matrizen vom Leib. Leider springen Firmen wie Redhat und Novell/Suse auf den Zug auf, um selbst ein Stück von Kuchen zu bekommen. In einer offenen, freier Welt hätte jeder die Wahl wo er was installieren möchte.
Continue reading...23 Juli 2006
Wunderschöner Kommentar auf Pro-Linux zu den neuesten Entwicklungen rund um SCO:
Continue reading...Ich werd meinen Nachbarn verklagen, dass er mein Fahrrad geklaut hat, und wenn sie es bei ihm nicht finden, verklag ich ihn nochmal wegen Beweisvernichtung. Und wenn ich dann auch die Rechnung des angeblich gestohlenem Fahrrad nicht finde, verklag ich ihn gleich nochmal weil er in meine Wohnung eingebrochen ist um die Rechnung zu vernichten.
19 Juli 2006
Interner Nachwuchs scheint bei Microsoft keinen guten Stand zu haben oder es gibt schlichtweg keinen. So schoss es mir durch den Kopf, als ich lass das die Redmonder Sysinternals gekauft haben, die eine Reihe von Tools geschrieben haben ohne die man im praktischen Leben mit Windows kaum auskommt. Schon mit Ray Ozzy, dem man mittlerweile zum Nachfolger von Bill Gates als Schief Software Engineer gemacht hat, kam jemand von aussen, der wohl heftig neuen Wind in die Firma gebracht hat. Sie scheinen es auch bitter nötig zu haben.
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20 April 2009
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