Ich habe jeden Tag mit IT zu tun. Planung, Bau, Betrieb. Eigentlich müßte ich mich bei der Computerwoche zuhause fühlen, aber irgendwie ist die Welt dort sehr fremd und unwirklich für mich. Kaum etwas davon, das sich für mich die IT weg vom Intranet zum Internet entwickelt. Man lebt dort in von großen Firewalls umzäunten Zoos mit dicken Storage-Systemen, monolithischen Architekturen und frönt mit ITIL (das eigentlich keine schlechte Idee ist) der Verbeamtung der IT.
Diese ‘klassische’ IT ist für mich gefangen in alten Technologien, hat mit dem wie zum Beispiel Internet-Startups arbeiten wenig zu tun, obwohl sie meiner Meinung nach sehr viel von denen lernen könnten. Diese Startups schöpfen aus Mangel an Geld aus einer Kreativtät, welche die klassische IT schon lange durch das Outsourcen des Denken an Dritte (Berater, Analysten) und Angst vor Fehlern verloren hat. Kreativität bedeutet immer Mut zum Risiko zu haben, Dinge zu testen, Ideen zu verwerfen oder auszubauen. Alles fast Unwörter in einer Zeit wo selbst Kommentare im Source-Code durch das Qualitäts-Management müssen. Dabei ist Fehlertoleranz ein Thema, das seit Jahren verschlafen wird.
Manche IT-Abteilungen sehen sich sogar nur noch als Steuerungs-Instanz, die anderen sagt was sie zu tun haben. IT ist ein großer Wertschöpfungs-Faktor und sollte damit Kern-Kompetenz einer jeden Firma sein die Computer benötigt, um Geschäfte zu machen. Für mich kein Wunder wenn man so auf Dauer in der Bedeutungslosigkeit versinkt.
Continue reading...14 November 2007
So, zwei Tage ITIL Schulung hinter mir. Im Prinzip geht es um die Industrialisierung der IT. Man schafft Mechanism in dem die IT möglichst Effizient arbeitet und eine gleichbeleibend hohe Qualität der angebotenen Dienste liefern kann.
Das ist für viele sicher dröger Stoff und ein Affront für jeden Geek, da Tätigkeiten in Prozesse gepackt und formalisiert werden. Man kann nicht mehr so einfach den Helden geben, muss mehr kommunizieren und eigenes Wissen teilen. Auf der anderen Seite kann man sich diese Formalismen auch gut zu eigen machen, weil das “mehr kommunizieren und eigenes Wissen teilen” auch auf andere zutrifft. Man kommt weg vom ständigen Feuerwehr spielen hin zu mehr planbaren Abläufen und geordneten Zuständigkeiten mit Rechten und Pflichten.
Ich finde man sollte sich solchen Themen nicht verschließen, sondern aktiv daran teilnehmen. Zu einen lernt man viel darüber, wie andere die IT und ihre Aufgaben wahrnehmen und verhindern, das man eines Tages vor vollendeten Tatsachen steht an denen man nur sehr schwer etwas ändern kann.
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11 Februar 2009
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