Ich habe gerade Challenge with NetApp deduplication (ASIS) gelesen und dabei ist mir eingefallen, das ich das mal erwähnen muss. Ja, Deduplizierung bei NetApp funktioniert wunderbar. Bis zu 88% Einsparung auf SAN-Luns mit Vmware Images. Man kann allerdings auch negative Raten haben, wenn die Daten zu klein sind und sich zu häufig ändern, trotzdem ein tolle Sache.
Continue reading...5 Dezember 2008
Gibt es eigentlich irgendeine Neuheit in der IT, die nicht mit dem Attribut ‘einfach’ wirbt? In der Realität sieht es dann immer wieder anders aus.
Storage-Virtualisierung zum Beispiel. Warum eine zusätzliche Komponente irgendetwas vereinfachen soll ist mir Schleierhaft.
VMware und NFS ist noch so ein Beispiel. So toll und ‘einfach’ funktionieren, hat nur einen Haken. Wenn VMware ein Lockfile nicht schnell genug schreiben kann, weil das NFS gerade nicht schnell genug antwortet hat man doppelt laufende Instanzen. Abhilfe? War für U3 angekündigt, verspätet sich aber noch. Dann gibts eine Option für einen Timeout. Wie Originell.
Oder ZFS. Logisch, das Grundgerüst ist Kinderleicht, man darf nur nicht mehr darüber lesen. Dann stößt man auf ZIL, ARC und andere Dinge an denen man schrauben kann und manchmal muss. Der Umstand das Teile von ZFS noch single-threaded und damit große Pools keine gute Idee sind macht die Sache nicht leichter.
So, genug gejammert.
Continue reading...31 August 2008
Einige der wichtigsten Schlagworte der IT im Moment sind Konsoliderung und Zentralisierung. Egal ob es um das Zusammenlegen von Festplatten-Platz in großen Storage-Einheiten geht oder die Schaffung immer größerer Server Verbunde durch Virtualisierung (dazu hatte ich hier mal was geschrieben).
Ich war auch lange Anhänger der dahinter stehenden Überlegungen, das man so mehr Flexibilität gewinnt, es die Arbeit einfacher macht und billiger soll es auch werden. Ganz besonders im Bereich Storage habe ich da mittlerweile ganz starke Bedenken. Man schafft sich teilweise Monstren, die kaum zu warten sind und deren Nicht-Verfügbarkeit ganze Firmen lahmlegen kann. Mir schwebt dann immer so ein Spruch im Kopf rum: ‘Wenn Größe wirklich ein evolutionärer Vorteil wäre, warum sind die Dinosaurier dann ausgestorben?’.
Ich weiss, da steckt viel Polemik drin, aber ganz sicher auch ein Kern Wahrheit. Sicher, kann man viele dieser Größenprobleme mit Geld erschlagen, nur wo bleiben dann die Einsparungen? Irgendwie werde ich oft den Eindruck nicht los hier Zeuge einer Zeit zu sein, die dem Untergang geweiht ist. Schaut man sich z.B. an was Google mit ihrem Server-Clustern und dem GFS (nicht zu verwechseln mit Global File System) anstellt kommt man um das hochziehen der Augenbrauen kaum herum. Unterstützt wird die Entwicklung in meinen Augen noch durch den Umstand, das Internet Anwendungen eher in die Breite (=mehr Server) als in die Höhe (=schnellere Server) skalieren.
Eine andere Sache ist die Einfachheit. Sie geht leider mit dem Wachsen einer Storage-Infrastruktur verloren. Wie sagte letztens ein Vertriebler zu mir: ‘Zuerst RAID, dann Volume-Manager, File-System und dann stellt man davor noch was um zu Virtualisieren’. SAN ist da ein ganz eigenes Thema und einfach war es noch nie. SAN ist im Prinzip Tod, gestorben an Kompatibilitäts-Matrizen und einer Pseudo-Offenheit die es nie gegeben hat.
Bleibt noch die Flexibilität. Hier kann noch Gepunktet werden, besonders im NAS-Bereich. Mal eben ein paar TB drauflegen? Kein Problem. Per NFS, CIFS oder iSCSI? Ebenfalls nichts was Kopfschmerzen bereitet. Die Frage die sich mir stellt ist ob nicht mehrere kleinere Einheiten die bessere Wahl ist. Ja, sogar lokale Festplatten sind für mich wieder öfters die erste Wahl, eben weil Flexibilität keine Rolle spielt. Ich bin jedenfalls in letzter Zeit oftmals ins Grüblen gekommen, wenn es um Storage geht und es scheint nicht einfacher zu werden.
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8 Juli 2009
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