Vor etwa 3,5 Jahren hatte ich meine VOIP-Ambitionen vorerst eingestellt und den Sipura-ATA nicht verkauft, sondern im Keller eingelagert. Nun geht es also von Neuem los.
Nicht das sich die Vorzeichen geändert hätten. Dank Festnetz-Flatrates, die praktisch zu jeden Telefonanschluss dazugehören, ist VOIP weiterhin ein Thema für Technik-Nerds. Selbst Auslands-Vieltelefonierer brauchen sich inhaltlich nicht mit VOIP herumschlagen, dank Seiten wie Voipcheap.com, wo man nur seine eigene Nummer und die des Angerufenen eingeben muss. Es klingelt dann das Festnetz-Telefon und man kann ganz normal Telefonieren. Seien wir ehrlich: VOIP ist eine Technik im Hintergrund, welche es Providern ermöglicht die Kosten zu drücken und nichts für den gewöhnlichen Computer-Benutzer.
Mich treibt eigentlich nur die Neugier mal wieder etwas zu basteln. Ich habe eine Fritzbox Fon, ein geliehenes Snom 360 VOIP-Telefon, Internet und einen ISDN-Telenfonanschluss mit Festnetz-Flatrate. Mehr brauche ich auch gar nicht. Vielleicht auch noch den Sipura-ATA, man weiss ja nicht wo die Reise hingeht.
Im Moment gehe ich die Sache von zwei Seiten an. An die Fritzbox kann man direkt kein VOIP-Telefon anschließen. Ein Kollege machte mich auf dtmfbox aufmerksam. Das bekommt man über Freetz, eine AVM Firmware-Erweiterung, auf die Box. Hat ein bischen gedauert bis ich ein Image fertig hatte, aber nun liegt es auf der Festplatte und wartet darauf eingespielt zu werden. Nebenbei installiere ich gerade Trixbox CE auf einer virtuellen Maschine, die Features lesen sich ganz angenehm. Naja, mal gucken was die Tage so bringen.
Continue reading...10 März 2006
If you plan to connect your phone-line to your computer and use asterisk for call routing you mostly need an FXO card. By searching the internet you will first stumble upon Digium Wildcard X100P cards or similar OEM products, but before you buy it is better to look in your tinkering crate for an old pci-modem card. Look for a card with Intel MD 537 oder Motorola 62802 chipset. I bought an card on Ebay with Motorola chipset for a few bucks and lspci says this:
0000:00:0d.0 Communication controller: Motorola: Unknown device 5608
and when you load the wcfxo module for the zaptel driver it looks like this in the syslog:
Found a Wildcard FXO: Wildcard X100P
Done!
Continue reading...5 Juli 2005
Bei Ebay werden gerade PCI-Karten verscherbelt, an die man beliebige DECT/GAP Telefone anbinden kann, um so über SIP/Skype zu telefonieren. Das ganze klingt nach einer guten Idee, leider gibt es keine Linux/Asterisk Treiber und sonderlich gut scheinen die laut IP-Phone-Forum auch nicht zu funktionieren. Schade eigentlich.
Continue reading...13 Mai 2005
AOL rührt im Moment heftigst die Werbetrommel für ihr VoIP-Produkt AOl Phone. Es gibt sogar subventionierte Hardware in Form eines ZyXEL Prestige 2002L VoIP-Adapters für 0 Euro.
Wenn man sich das Angebot genau anschaut, stellt man fest das es keinen DSL-Anschluss bei AOL dafür benötigt, was allerdings dann 2 Euro im Monat kostet, wenn man den Fun Tarif mit 0 Euro Grundgebühr bestellt. Macht also 12×2 Euro + X an Versandgebühr. Na, wenn das kein Angebot ist :)
Continue reading...22 April 2005
Zwar finden sich nach und nach immer mehr Anbieter auf dem Markt ein, die für Privatkunden VoIP-Verbindungen anbieten, doch es gibt einen entscheidenden Haken: Solange der DSL-Anschluss mit einem Telefon-Anschluss gekoppelt ist, sehen viele Nutzer keine Notwendigkeit, auf die Internettelefonie umzusteigen.
www.onlinekosten.de
Genau meine Gedanken zu dem Thema. VoIP wäre für mich sogar teurer, da fast alle Bekannten mittlerweile zu Arcor gewechselt sind und wir deshalb kostenlos miteinander telefonieren. Die RegTP könnte das ändern, will es aber anscheinend nicht. Wo kämen wir auch hin, wenn Deutschland bei einem Thema vorpreschen würde und nicht wie sonst üblich hinterherläuft?
Continue reading...5 März 2005
Eigentlich hatte ich vor mehr über Voice-over-IP zu schreiben, sogar eine eigene Rubrik hatte ich angelegt. Allerdings lohnt es sich die Sache im Moment nicht. Durch den Tarif-Wechsel bei Arcor gibt es keinen Grund VoIP zu betreiben. Erst wenn Telefon-Anschluß und DSL wirklich entbündelt sind wird die Sache wieder intressant werden. Bis dahin werde ich meinen Analog-AdapterSipura SP-2000 allerdings nicht behalten, sondern ihn die Tage bei Ebay reinsetzen.
Continue reading...7 Dezember 2004
Wenn nach dem 24 Stunden Disconnect das VoIP-Telefon über den Linux-Router keinen Kontakt mehr zum VoIP-Provider bekommt, sind die ip_conntrack Module von iptables Schuld. Ich entlade daher diese Module immer in /etc/ppp/ip-down.d mit einen
rmmod `lsmod | grep ip | cut -f1 -d" "`
Von meinen Firewall-Script werden sie dann neugeladen und kurze Zeit später funktioniert auch wieder das Telefonieren.
Continue reading...9 November 2004
Da startet Arcor eine Preisoffensive und senkt den Preis der DSL-Flatrate von ca. 25 Euro auf 9 Euro und führt zusätzlich eine Flatrate für Telefonate im deutschen Festnetz ein. Das wirft meine VoIP-Strategie über den Haufen, denn da muss ich schon mit sehr spitzen Bleistift rechnen, das es sich noch rechnet. Für 60 Euro im Monat Internet und Festnetz Flat, da muss ich nochmal stark nachdenken.
Continue reading...20 Oktober 2004
Wer in den letzten Tagen den Heise-Newsticker gelesen hat kann meinen das aus Voice-over-IP nichts wird. Die RegTP legt sich mächtig ins Zeug die neue Technologie zu regulieren und auszubremsen.
Vielleicht steckt die Angst dahinter irgendwann selbst überflüssig zu sein, wenn die herkömmliche Telefonie-Technik verschwunden ist und es dort nichts mehr zu regulieren gibt. Vor dem Hintergrund ist ‘die Erschließung eines neuen Marktes’ für die Beamten leicht zu erklären.
Aber auch in der aktuellen C’t (Ausgabe 22 und höchstwahrscheinlich meine letzte) gibt es nichts
Positives zu lesen. In einer Tabelle werden dort die Tarife von VoIP-Providern vorgestellt und
Angebote von Internet Access-Providern wie Freenet, Mediascape oder QSC besprochen. Als Fazit
zieht Autor Urs Mansmann, das sich VoIP derzeit nicht lohnt. Die dort erzielten Einsparungen könnte man auch
per Call-by-Call erreichen und es würde sich allenfalls für Nutzer alternativer Telefonie-Anbieter
anbieten, weil dort kein CbC möglich ist.
Der Mann hat Recht, aber auch wieder Unrecht. Ja, Mediascape hat teilweise recht hohe Tarife. Ja, das VoIP-Angebot von QSC ist ein schlechter Witz, aber der Artikel geht leider nicht genug in die Tiefe um auch aufzuzeigen, das sich VoIP sehr wohl lohnt, wenn man es nur konsequent zu Ende denkt. Zum einen schaut er nur auf den Verbindungs-Preis, der sich meist in Cent pro Minute ausdrückt. Natürlich ist das eine Grösse die sich Vergleichen lässt, er vergisst dabei aber zu erwähnen das VoIP-Provider in der Regel keine oder nur eine sehr niedrige Grundgebühr haben, während traditionelle Anbieter diese haben, nämlich die Kosten für einen Telefon-Anschluss, sei es nun Analog oder ISDN. Ok, ohne Telefon-Anschluss geht es nicht wird es manch einer sagen, das ist aber nicht ganz richtig. Mediascape und QSC lassen für ihre Internet-Zugänge eigene Dosen setzen ohne das dort ein Telefon-Anschluss darauf geschaltet ist. Im Falle von T-ISDN Standard sind das Kosten von 23,60 Euro die nicht anfallen, dafür kann man auch mit etwas höheren Gebühren als bei CbC-Anbietern leben. Auch zwingt einen niemand wirklich die VoIP-Angebote vom Internet-Provider zu nutzen, es gibt genug andere mit besseren Tarifen.
Ich hatte meine Kosten-Situation schon einmal dargelegt. In Kürze: ISDN, DSL und Flatrate kosten 80 Euro an Gebühren plus nochmal 30-40 Euro an Gesprächsvolumen, macht 110 bis 120 Euro im Monat. Wenn ich mir eine QSC-Flatrate mit 1024/512 Mbit nehmen würde, kostet mich das 59 Euro im Monat. Dazu könnte man von Sipgate den 1000 Minuten-Tarif nehmen für 8,90 Euro, denn die 1000 Minuten passen ganz gut zu dem was wir im Monat vertelefonieren, zusammen macht das ca. 70 Euro im Monat. Bei einer Ersparniss von 40-50 Euro pro Monat machen sich der DSL-Router für ca. 40 Euro und der VoIP-Analog Adapter schnell bezahlt. Für mich klingt das garnicht mal so schlecht. So und nun genug der kostenlosen Werbung.
Continue reading...10 Oktober 2004
Der Sipura 2000 VoIP-Adapter ist in etwa so gross wie ein kleiner 4-Port Switch oder DSL-Router. Das Gehäuse verfügt oben über ein paar Löcher, die das Gerät auch benötigt denn es wird recht warm. Auf der einen Stirnseite befinden sich eine Link-Leuchte und die Strom- und Ethernet-Buchse. Während sich auf der anderen Seite zwei RJ11-Buchsen für Endgeräte (Telefon oder FAX) und eine Status-Leuchte befinden. Das Netzteil ist recht klein und verträgt 100-240V, es ist daher auch für den Einsatz im Ausland geeignet, denn es verfügt zusätzlich über austauschbare Einsätze für deutsche und amerikanische Steckdosen. Rein theoretisch könnte man das Gerät also mit auf Reisen nehmen und überall wo eine freie Ethernet-Dose und ein Internet-Zugang vorhanden ist, wäre man über seine Telefon-Nummer erreichbar – soweit die Theorie, aber dazu später mehr.
Wie schon eben angesprochen verfügt der SPA-2000 über keinen eigenen DSL-Router oder ähnlichem, daher ist er auf ein vorhandenes Ethernet und Internet-Zugang angewiesen. Praktischerweise sollte man DHCP im Einsatz haben, denn so wird dem Gerät nach dem Einschalten am einfachsten eine IP-Adresse zugewiesen. Damit man die zugewiesene Adresse auch erfährt kann man am angeschlossenen Telefon durch Eingabe von ****100# eine Sprachausgabe abhören. Über diese Funktionalität ist es weiterhin möglich die wichtigsten Netzwerk-Einstellungen vorzunehmen und einen Reset auszuführen. Näheres dazu erfährt man im Handbuch, welches leider für Anfänger keine grosse Hilfe ist, sondern nur so vor Techsprech und Kauderwelsch strotzt.
Für die Konfiguration verfügt der SPA-2000 über einen eigenen Web-Server und ist damit über einen Browser zu administrieren. Hier setzt sich fort, was sich schon im Handbuch andeutete, nämlich das man als Neuling vor vielen Bömischen Dörfern steht. Konfigurations-Wizard? Fehlanzeige. Trotzdem lässt sich mit ein paar Einträgen schon ein Telefonat führen und spätestens dann ist die Sache vergessen, weil sich später an der Konfiguration nichts mehr ändert.
Das Gerät ist (bei entsprechender Konfiguration) voll NAT-aware, d.h. es sind keine Portforwardings auf dem Internet-Router notwendig, er sollte allerdings die Kommunikation nach aussen grundsätzlich erlauben. Zudem sollte der Router in der Lage sein den Internet-Verkehr zu priorisieren, um zu verhindern das ein Download beim Telefonieren die Verbindung zum stottern oder gar abreissen bringt. Wer einen Linux-Router betreibt kann hier recht einfach mit dem SuperShaper behelfen, bei dem es eigentlich nur zweier Einträge braucht um korrekt zu funktionieren.
Im nächsten Teil werde ich dann auf die konkrete Konfiguration eingehen.
Continue reading...
26 September 2008
0 Comments